Thursday, August 4, 2011

Jenny Downham Bevor ich sterbe

Eine andere Bloggerin hatte über dieses Buch gepostet und es klang wirklich vielversprechend. Also habe ichs bestellt.


Kurzbeschreibung: Die 16-jährige Tessa hat Leukämie, und die Ärzte machen ihr nur noch wenig Hoffnung. Aber Tessa will leben, wenigstens in der Zeit, die ihr noch bleibt. Sie schreibt an ihre Zimmerwand zehn Dinge, die sie tun will, bevor sie stirb: Sex haben, Drogen nehmen, für einen Tag berühmt sein, etwas Verbotenes tun...
Und dann trifft sie Adam, und er ist der Erste, der sie versteht. Tessa spürt, dass sie etwas mit Adam verbindet, doch sie wehrt sich dagegen. Und dann begreift sie, dass sie zum ersten Mal verliebt ist. Aber darf man lieben, wenn man stirbt?

Das Buch lässt einen nicht mehr los und man liest es relativ schnell durch, aber es sind auch nur ein wenig mehr als dreihundert Seiten. Allerdings war es nicht immer so bewegend und intensiv wie ich gedacht hatte. Tessa ist ein sehr gewöhnungsbedürftiger Charakter, sie ist manchmal sehr grob und überhaupt nicht so, wie man es von einem Mädchen erwartet.
Bei den Notizen, die sie ihrer Familie hinterlässt, stand mir das Wasser dann aber in den Augen:

[...] Ich will in keinen Kühlschrank bei einem Bestatter. Sondern dass du mich bis zur Beerdigung zu Hause behälst. Kann bitte jemand bei mir sitzen, falls ich mich einsam fühle? Ich verspreche, niemanden zu erschrecken.

[...] Und danach, wenn Tage ins Land gegangen sind, haltet nach mir Ausschau. Vielleicht schreibe ich in den Wasserdampf am Spiegel, wenn ihr badet, oder ich spiele mit den Blättern vom Apfelbaum, wenn ihr im Garten draußen seid. Ich könnte in einen Traum schlüpfen. Besuch mein Grab, wenn du kannst, aber mach dir keine Vorwürfe, wenn nicht, oder wenn ihr umzieht und es dann zu weit weg ist. Im Sommer sieht es da hübsch aus. [...] Du könntest ein Picknick mitnehmen und dich zu mir setzen. Das würde mir gefallen.

Auch die Verabschiedung von ihrem Bruder war herzzerreißend.

Man denkt darüber nach, wie es wäre, wenn man selbst nur noch wenige Wochen oder gar Tage zu leben hätte. Man denkt darüber nach, was man selbst alles noch erleben möchte, bevor man den Löffel abgibt. Man denkt über die wichtigen Dinge im Leben nach. Es sind die nicht materiellen Dinge, sondern Momente, Erinnerungen und die Menschen, die einem lieb sind. Es bleibt einfach ein großes Loch, wenn Menschen aufgrund von Krankheiten o.ä. dieses Leben so früh verlassen müssen...

4 comments:

  1. Wow, das klingt echt gut...Ich glaub das werde ich mir auch mal besorgen...

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  2. Das Buch ist wirklich nicht schlecht, hab es selber daheim. Fand den Schluss echt traurig...

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  3. Das Buch ist an einigen Stellen wirklich sehr Bewegend. Man fängt an sich darüber Gedankn zu machen, was es bedeutet zu leben, und was wahre Freundschaft ist. (Nicht das was Zoey war.) Man merkt das nicht der Tod das schlimmere ist, sondern die Angst um die Zurückgebliebenen und deren Trauer.
    Und natürlic die Angst vor dem Sterben und die Frage was danach kommt.

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    1. Du hast absolut Recht. Danke für deinen lieben Kommentar!

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Thanks for reading and leaving me a little note.